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Das Sonnenfest Inti Raymi Anterior


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Der Ursprung des Inti Raymi (Quechua für „Sonnenfest“) basiert auf der Epoche der großen Inkaherrscher und der Wiege ihres Imperiums: Cusco, dessen Prinzip jener Epoche war, den andinen Göttinnen und Göttern zu huldigen, für die erhaltenen Ernten zu danken und die Fruchtbarkeit der Mutter Erde zu rühmen.

Diese Festlichkeiten sind von sehr hoher Bedeutung für die andine Welt, wie auch die religiösen Festlichkeiten der okzidentalen Welt. Sie werden als die größten Festlichkeiten der Anden angesehen, wobei sie einen vorherrschenden Platz in der Kultur der Indigenen einnehmen. Dies ist zum großen Teil der Tatsache geschuldet, dass dies auch die Zeit der Reife der Früchte der Pachamama (Quechua für Mutter Erde) ist und entsprechend eine hohe Anzahl der Kommunen an der Ernte teilnimmt, was man in der gesamten Region sehen kann.

Da es sich um eine traditionelle indigene Feierlichkeit handelt, hat jede Ethnie und jede Kommune ein eigenes Datum und eine eigene Zeit für die Festlichkeiten. Während viele Kommunen am 22. Juni mit dem Baderitual in den Flüssen und Wasserfällen beginnen, warten andere weiter den für sie korrekten Tag und Moment ab.

In allen indigenen Kommunen des Kantons Otavalo werden folgende Festakte zum Inti Raymi vollzogen:

Armay Chishi – Das Baderitual

Dieses Ritual wird am 22. Juni begannen, der Tag der Sommersonnenwende. Die Wasserfälle und Flüsse sind spezielle Orte, wo sich die Energie während des ganzen Jahres ansammelt, und beim Baderitual wird versucht, sie einzufangen und sich dadurch mit neuer Kraft zu füllen, negative Energien des vergangenen Jahres abzuwaschen und damit die Feierlichkeiten zum Inti Raymi zu beginnen.

Dieses Bad hat einen klaren Zweck der Reinigung und ist mit den landwirtschaftlichen Bedeutungen der Feier verbunden.

Die Gesänge und die Tänze

In den Nachtstunden und während der ganzen Tage der Feierlichkeiten, ist die ganze Umgebung erfüllt mit Musik und auf den Straßen und Gassen kann man die Komparsen mit ihren Flöten, Harmonikas und Pinqullus (andine Flöte) bewundern und die meisten Gruppen haben außerdem Saiteninstrumente wie Gitarren oder Violinen. Sehr wenige Gruppen verwenden außerdem Rondadoren und integrieren moderne Einflüsse in den gespielten Melodien.

Während des Tanzes sorgt die Musik der traditionellen Instrumente für eine Extase der Kraft und unbegrenzten Mut, tiefe Gefühle die sich in linguistischen Jubelrufen wie „Churay Churay“ ausdrücken, welcher dazu aufruft, fest und stetig mit den Füßen zu stampfen, oder auch „Jari Jari“ oder „Kulun Kulun“ unter anderen.

Die Komparsen sind die „Heiligen Johannis“, welche jederzeit in ein Haus eintreten können, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, da es für die Besitzer eine Ehre ist, diese Gruppen im Haus zu haben. Es bildet sich sofort ein Kreis der Tänzerinnen und Tänzer welcher sich um die im Zentrum pausenlos spielenden Musiker im Kreis dreht.

Am Ende der Gesänge, des Tanzes und der Musik, verlassen alle das besuchte Haus mit einem letzten Schrei „Ooojaja“, ein Ausruf, der Erfüllung, Zufriedenheit und Erleichterung nach dem Ritual ausdrückt.

Der Tanz und das Stampfen sollen die Mutter Erde wach halten, damit sie während des „Randi Randi“ (Fortpflanzungs-) Ritual das „Karana“ (Geschenk) erhalten kann.

Der Hahnenzweig

Dies ist eine der interessantesten Rituale des Inti Raymi. Ihr Ursprung bringt uns in die Epoche der Kolonisierung, als auf den Gütern die „Uyanza“ oder die Freudenfeier nach der Ernte zelebriert wurde. Mit der Zeit verlor sich diese Tradition und eine Erinnerung an sie wurde mit diesem Ritual leicht verändert aufgenommen: Der Hahnenzweig.

Der Hahnenzweig besteht daraus, dass eine Person der Kommune sich bereiterklärt, eine Feier zu Ehren der andinen Göttinnen und Götter zu veranstalten, wobei der die Verantwortung des Gastgebers auf sich nimmt. Dieser Moment wird genutzt, um Zeit mit der Familie, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Freundinnen und Freunden zu verbringen. Diese bringen einen Hahn mit zum Haus des Gastgebers, womit das Ritual weitergeht. Die Besitzer des Hauses bereiten eine „Hahnenbrühe“ zu und teilen diese mit allen Anwesenden. Danach erklärt sich jemand aus der Gruppe bereit, die Verantwortung für das nächste Jahr zu übernehmen – unter der Bedingung, dass der Aufwand verdoppelt wird und so die ganze Kommune einladen zu können, wodurch gesichert werden soll, dass dieses Ritual weiterhin durchgeführt wird.

Die Erhöhung, das Schloss und das rituelle Festessen

Während des Inti Raymi bauen die Kichwa Otavalo ein spezielles „Karana“ oder heiliges Geschenk welches als Schloss bekannt ist. Das Schloss ist ein mit Schilf aufwendig gebautes Laubwerk, an welches verschiedene Arten von Früchten, Brote, Likörflaschen, Geld und Chili befestigt wird.

Die Verantwortlichen bauen dieses Schloss jedes Jahr und von Generation zu Generation und die Person, die im nächsten Jahr Verantwortlicher sein möchte, reißt ein wenig des Inhaltes des Schlosses heraus.

Dieses Ritual wird mit dem Ziel durchgeführt, den andinen Göttinnen und Göttern zu danken und ihnen den Wohlstand zu zeigen, welcher dank der Fruchtbarkeit der Mutter Erde erreicht werden konnte.

Kleidung

Die Teilnehmenden tragen hauptsächlich traditionelle Gewänder, außerdem Masken, Sombreros, Tücher und Felljacken.



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